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Mein Weg zur Portfolio-Karriere

Schon während meines Designstudiums an der Kunsthochschule wurde mir eine Sache sehr schnell klar: Ich interessiere mich für vieles. Heute würde ich sagen: genau diese Vielseitigkeit ist die Grundlage meiner Arbeit in der visuellen und strategischen Kommunikation. Und zwar nicht nur oberflächlich, sondern mit echter Neugier und dem Wunsch, Dinge miteinander zu verbinden.

Das System dort hat das sogar gefördert – zumindest am Anfang. Wir konnten in unterschiedliche Bereiche reinschnuppern, experimentieren, ausprobieren. Und genau das habe ich ausgenutzt. Fotografie, Konzept, Gestaltung, Strategie – ich wollte alles verstehen.

Doch mit der Zeit kam immer wieder die gleiche Rückmeldung von Professorenseite: Du musst dich festlegen.
Ein Thema. Eine Richtung. Ein klarer Fokus.

Ein Impuls von außen

Ein zusätzlicher Denkanstoß zu diesem Thema kam für mich durch den Female Leadership Podcast, genauer gesagt durch die Folge „Generalistin statt Spezialistin: So startest du deine Portfolio-Karriere“. Dort wird sehr klar beschrieben, warum klassische, lineare Karrierewege für viele nicht mehr funktionieren – und wie eine Portfolio-Karriere eine echte Alternative sein kann.

Was ich daran besonders spannend fand: Viele der beschriebenen Gedanken haben sich mit meinem eigenen Weg gedeckt – nur hatte ich sie lange nicht so klar benennen können.

Spezialisierung vs. visuelle und strategische Kommunikation

Also habe ich genau das gemacht. Ich habe mich auf Fotografie konzentriert.

Allerdings war mein Zugang dazu nie dieser klassische:
Nicht die Geschichte von „mit fünf Jahren die erste Kamera bekommen und seitdem wusste ich, das ist es“. Bei mir war es eher ein Hineinrutschen. Ein Entwickeln. Ein Ausprobieren.

Und selbst während ich als Fotografin gearbeitet habe, blieb dieses Gefühl bestehen:
Da ist noch mehr.

Mich hat nie nur das Bild interessiert, sondern das, was dahinter liegt – die Idee, die Strategie, die Wirkung. Warum etwas funktioniert. Wie verschiedene Disziplinen zusammenwirken. Wie man Inhalte so entwickelt, dass sie mehr sind als nur visuell ansprechend.

Der Moment, der rückblickend alles erklärt

Ein Schlüsselmoment war eine Portfolio-Sichtung in den Deichtorhallen.
Dort sagte jemand zu mir:

„Für dich ist es eigentlich egal, mit welchem Medium du arbeitest. Du bist ein Konzeptor.“

Damals konnte ich damit nicht viel anfangen.
Heute weiß ich: Das war wahrscheinlich eine der treffendsten Einschätzungen meiner Arbeit.

Generalistin in der visuellen und strategischen Kommunikation

Was ich lange als „nicht entschieden genug“ wahrgenommen habe, ist heute mein größter Vorteil.

Ich bin Generalistin.

Und genau daraus ist über die Jahre etwas entstanden, das man heute als Portfolio-Karriere beschreibt:
Mehrere Kompetenzen, mehrere Perspektiven, mehrere Ansätze – die nicht nebeneinander existieren, sondern sich gegenseitig verstärken.

Gerade im Bereich eines Studios für visuelle und strategische Kommunikation zeigt sich das sehr deutlich – weil hier Strategie, Konzept und Gestaltung nicht getrennt voneinander funktionieren, sondern ineinandergreifen müssen.

Warum Generalisten in der visuellen und strategischen Kommunikation gefragt sind

In meiner heutigen Arbeit erlebe ich immer wieder, dass genau diese Vielseitigkeit geschätzt wird.

Kund:innen profitieren davon, dass:

  • visuelle und strategische Aspekte zusammengedacht werden
  • nicht mehrere Dienstleister koordiniert werden müssen
  • Prozesse schlanker und klarer sind
  • Ideen aus unterschiedlichen Perspektiven entstehen

Denn in der Praxis bedeutet Spezialisierung oft auch: viele Schnittstellen, viele Abstimmungen, viele Reibungsverluste.

Ein generalistischer Ansatz kann genau das auflösen.

Die eigentliche Stärke: Verbindungen schaffen

Was mich bis heute antreibt, ist nicht das Arbeiten in nur einem Medium – sondern das Zusammenspiel.

Zu sehen, wie sich Dinge gegenseitig beeinflussen.
Wie Strategie visuelle Entscheidungen verändert.
Wie Gestaltung wiederum Wirkung erzeugt.

Diese Verbindungen entstehen oft genau dort, wo man sich nicht auf einen einzigen Bereich beschränkt.

Fazit: Es darf mehr sein

Die klassische Empfehlung, sich möglichst früh festzulegen, ist nicht für alle der richtige Weg.

Manche Karrieren verlaufen nicht linear – und müssen es auch nicht.

Generalistisch zu arbeiten bedeutet nicht, sich nicht entscheiden zu können.
Es bedeutet, bewusst mehrere Perspektiven einzunehmen und daraus einen eigenen Ansatz zu entwickeln.

Und manchmal dauert es einfach ein bisschen, bis man erkennt, dass genau das die eigentliche Stärke ist.

2 Comments

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